Pressebericht: Ab Montag gibt es Milch.

Rewe-Märkte der Region bieten Frischmilch der Marburger Traditionsmolkerei an.

Nur aus der unmittelbaren Umgebung, ohne Gentechnik oder Futtermittel aus Übersee produziert, nicht erhitzt, sondern "wie von der Kuh": Ab Montag, 20. August, kommt die Frischmilch der Marburger Traditionsmolkerei in die Regale der Rewe-Märkte.

(ky)

Marburg/Biedenkopf. 70 Bauern aus dem Landkreis Marburg-Biedenkopf und den Grenzgebieten der Nachbarkreise Gießen und Waldeck-Frankenberg produzieren die Milch für die neue Marke.

Produziert wird die neue Frischmilch, die nach neuer Technik nicht erhitzt, sondern durch Zentrifugierung keimfrei gemacht wird, von der Marburger Molkereigenossenschaft - das sind diejenigen Landwirte, die ihre Eigenproduktion Anfang der 1980er Jahre aufgegeben und in die Hände der Schwälbchen-Molkerei gegeben hatte. Ende vergangenen Jahres hatte Schwälbchen die Produktion in Marburg eingestellt und vielen heimischen Lieferanten gekündigt.

Daraufhin beschlossen die Bauern, die Sache wieder selbst in die Hand zu nehmen. Nach einer Grundsanierung des vollständig niedergewirtschafteten Anwesens läuft nun die Produktion höchster Qualität wieder. "Aus Ruinen zu den höchsten Qualitätsstandards" lobte auch die hessische Landwirtschaftsministerin Lucia Puttrich (CDU) die neue Milch der heimischen Bauern.

Bei Rewe kommt sie nun in die Regale, ab Montag gibt es dort den Liter Marburger Frischmilch mit 3,8 Prozent Fett für 99 Cent, die fettarme Variante mit 1,8 Prozent Fett wird 89 Cent kosten, wie die Managerin für Molkereiprodukte bei Rewe Hessen, Ute Lehr, ankündigt.

Qualität ist den Preis wert

Bevorzugt werde die Marburger Milch den Rewe-Märkten des Landkreises angeboten, betont sie. "Wir sind beeindruckt von der Qualität und sehr interessiert an dem Konzept der Regionalität von Lebensmitteln. Die Qualität ist den Preis wert.", erklärt sie.

Quelle: Hinterländer Anzeiger (Marburg), 19.08.2012