Pressebericht: Regierungspräsident Dr. Lars Witteck zu Besuch in der Traditionsmolkerei

Bericht zum offiziellen Besuch des Regierungspräsidenten und von Fachkräften des Regierungspräsidiums Gießen in den Räumlichkeiten der Genossenschaftsmolkerei in Marburg.

Besucherfoto mit Regierungspräsident

Dr. Elke Dührßen (Abteilungsleiterin RP Gießen), Elke Schwabauer (RP Gießen), Hans-Werner Wege (Marburger Molkereigenossenschaft), Regierungspräsident Dr. Lars Witteck

Gießen Regierungspräsident Dr. Lars Witteck hat ein Jahr nach Aufnahme der Produktion die Marburger Traditionsmolkerei besucht, um sich vor Ort über die Umsetzung der Neukonzeptionen des Molkereibetriebes zu informieren. Im Gepäck hatte er den Bewilligungsbescheid über 100.000 Euro. Der Bewilligungsbescheid ist ein Zuschuss für das erste Förderjahr zu den Organisationskosten nach dem Marktstrukturgesetz. Eine solche Zuwendung, die auch "Startbeihilfe" genannt wird, erhalten anerkannte Erzeugergemeinschaften in den ersten fünf Jahren in gestaffelter Form gezahlt. Sie dient als Unterstützung beim Aufbau des Geschäftsbetriebes. Darüber hinaus wurden im vergangenen Jahr bereits rund 345.000 Euro durch das Regierungspräsidium Gießen zu den Investitionskosten bewilligt, die zu einer Hälfte vom Bund und dem Land Hessen getragen wurden und zur anderen Hälfte von der Europäischen Union (EU).

"Ich bin froh, dass es gelungen ist, die Marburger Molkerei in unserer Region zu erhalten. Die Molkerei in Marburg ist ein Traditionsunternehmen, das auf die Produktion und die Vermarktung regionaler Lebensmittel setzt. Ich kann nur hoffen, dass dieser lokale Bezug erhalten bleibt und die Menschen in Mittelhessen von Ihren Produkten profitieren können", sagte Regierungspräsident Dr. Lars Witteck. Er ließ es sich nach einem Rundgang durch den Betrieb anschließend nicht nehmen, die EU-Erläuterungstafel mit der Bezeichnung der geförderten Maßnahme im Eingangsbereich des Unternehmens persönlich anzubringen.

Anbringen der EU Förderungstafel durch Regierungspräsident

Regierungspräsident Dr. Lars Witteck bringt persönlich die EU Tafel an.

Die Produktionsstätte der Marburger Molkerei wird seit 1. Januar 2012 wieder von der Genossenschaft selbst geführt und hat nach umfangreicher Prüfung durch das Regierungspräsidium Gießen die EU-Zulassung erhalten. Die Genossenschaftsmolkerei musste nach dem Auszug des vorherigen Molkereipächters zunächst kostenintensive Sanierungsmaßnahmen und Umbaumaßnahmen durchführen, um technische und rechtliche Voraussetzungen für die Fördermaßnahmen zu schaffen. Seitens des Betriebes zeigte sich Geschäftsführer Hans-Werner Wege froh über die Unterstützung der Fachleute aus dem Regierungspräsidium, da diese den Aufbauprozess unterstützt haben und stets mit Rat und Tat zur Seite standen. Seit einem halben Jahr schreibe das Molkereiunternehmen schwarze Zahlen. Insofern sei er gedämpft optimistisch, dass sich die Molkerei im Wirtschaftsleben langfristig etablieren kann. Derzeit liefern aus der Region 67 Landwirte und Milcherzeuger ihre Milch an das Marburger Molkereiunternehmen, das als Hauptkooperationspartner die Firma REWE gewinnen konnte, aber auch tegut-Märkte, Gutkauf-Märkte und Edeka-Märkte in Mittelhessen beliefert. Zu den weiteren Abnehmern gehören Schulen, Kindergärten und Eisdielen aus der Region sowie ein Marburger Coffee-Bike.

Quelle: Presseinformation Regierungspräsidium Gießen, 12.06.2013