Pressebericht: Oberbürgermeister Vaupel und Landrat Fischbach besuchen Traditionsmolkerei.

Um ihre Unterstützung für die Molkerei Marburg auszudrücken, besuchten Marburgs Oberbürgermeister Egon Vaupel und Landrat Robert Fischbach die Produktionstätte vor Ort.

Gruppenfoto von Angestellten der Molkerei Marburg mit Oberbürgermeister Vaupel

Foto: Landkreis Marburg-Biedenkopf

Die Milch der Marburger Traditionsmolkerei kommt nicht nur aus der Region von Kühen, die mit heimischen Futtermitteln ohne Gentechnik produziert wird, sie schmeckt auch ungewöhnlich gut. Davon konnten sich Oberbürgermeister Vaupel und Landrat Fischbach bei ihrem gemeinsamen Besuch selbst überzeugen.

von Bürgerservice Marburg-Biedenkopf

Marburg. "Die Marburger Frischmilch ist deswegen so schmackhaft, weil ein in Deutschland bisher einmaliges schonendes Verfahren zur Erzeugung der Haltbarkeit angewandt wird. Vitamine und Enzyme bleiben weitestgehend erhalten", erläuterte der Geschäftsführer Hans-Werner Wege dem prominenten Besuch.

Erreicht wird das, indem über ein Zentrifugensystem Keime und Bakterien sozusagen aus der Milch herausgeschleudert werden. Dadurch braucht die Milch nur sehr kurz, circa 15 Sekunden auf 72° Celsius, erhitzt und dadurch pasteurisiert werden. Trotzdem ist die produzierte Frischmilch 3 Wochen haltbar.

Das ganze Produktionsverfahren, welches zudem die Milch neben dem ausgezeichneten Geschmack augenscheinlich auch sehr gut verträglich macht, soll zusätzlich wissenschaftlich untermauert werden.

Der Landrat Fischbach und der Oberbürgermeister Vaupel zeigten sich sehr erfreut über soviel Innovation in der Marburger Molkerei. Sie gehen davon aus, dass die Qualität der Milchprodukte auch die Bürgerinnen und Bürger aus Marburg und Umgebung überzeugt und die Nachfrage weiterhin gesteigert werden kann. "Die Verbraucher achten nicht nur auf den Preis, sondern nach all den Lebensmittelskandalen sind unverfälschte Produkte aus zuverlässiger heimischer Produktion wichtig für die Gesundheit und gute Lebensqualität" waren sich die Oberhäupter von Stadt und Land einig.

Schließlich erhalten die Milchzulieferbetriebe aus dem Umland ganz nebenbei auch noch die schöne Kulturlandschaft der Marburger Region.

Die seit über 80 Jahren existierende Genossenschaft ist mittlerweile wieder auf sich gestellt, nachdem der Mietvertrag von dem alten Molkereipächter gelöst wurde. Die 70 aktiven Landwirte aus der Region liefern jeden Tag rund 70000 Liter Milch in die Molkerei in der Frauenbergstraße, die daraus Frischmilch und frische Sahne produziert. Demnächst soll die Produktpalette um saure Sahne, Schmand und Joghurt erweitert werden. In Deutschland gibt es nur noch wenige Molkereien, die rein regional als Genossenschaften aufgestellt sind.

Der Landrat Robert Fischbach und der Oberbürgermeister Egon Vaupel dankten dem Vorstand der Genossenschaft und der Geschäftsführung für ihren großen Einsatz und hoffen, dass mit diesem neuen Verfahren die Basis für einen auf Dauer wirtschaftlichen Betrieb der Molkerei gelegt wurde.

Sowohl der Oberbürgermeister als auch der Landrat gehen davon aus, das die Marburger und die Bürger des Landkreises sich gerne für die regionalen Produkte entscheiden und damit auch die Voraussetzungen schaffen, daß die Marburger Traditionsmolkerei den Wettbewerb mit den großen Milchproduzenten aus anderen Bundesländern bestehen kann.

Quelle: Bürgerservice Marburg-Biedenkopf, 12.3.2013